TRA007 Wechselndes O

Beachte: Motor, Motor; Motorrad; Motoren; Phosphor, Tenor (=Haltung), Tenor (=Stimme). Monaco, Flondsdorf, Professor, Doktor, Rhetor

  1. Der Sohn bohrt ein Loch in die Bordwand.
  2. Otto kommt mit der Torte auf dem Motorrad durch das vordere Tor.
  3. Motten in roten, wollenen Modehosen bringen Spott und Hohn.
  4. Mit Wohlwollen den Wochenlohn oben im Büro holen kommen.
  5. Wir waren schon so oft zu Ostern in Ostpolen.
  6. Der Oberzolldirektor bringt einen Korb voll Kohl.
  7. Ob Olga Rosen im Schoß hat?
  8. Das Roß vorn zog nach vor.
  9. Ob das Volk Todesopfer fordert?
  10. Ottokar schoß den Vogel ab.
  11. Ohne Motorboot zur Oder.
  12. Obwohl oder obschon.
  13. Oben ohne in der Sonne.
  14. Mit großen Geschoßen lose geschossen.
  15. Der Professor, ein toller Rhetor, lebt im marmornen Untergeschoß.
  16. Vorwärts in das Herzogtum Vorarlberg oder nach Oberösterreich.
  17. Otto besorgt sich seine Forint nicht in Donaustadt, sondem in Floridsdorf.
  18. Hoch im Norden oben sollen noch sorglose Ostgoten wohnen.
  19. Schon erscholl die Totenglocke zum Trost vom gotischen Dom.
  20. Soll wohl Otto dort oben auf der Harmonika vorspielen?
  21. Der Postbote soll doch sofort im Dorf oben Post holen kommen.
  22. Das polnische Volk zog schon oft vor den Drohungen des Ostens davon.
  23. Hohlkopf Konrad floh mit dem Kohlkopf ins Nonnenkloster.
  24. Der Doktor lief von den spottenden hohnvollen Kobolden des Dorfes davon.
  25. Der Tenor war Tenor Olav war kein Motor wie ein Motor.
  26. Nun sollen die großen Glocken vom Dome frohlocken am gottbesonnten Strom, der dahinrollt im Morgengold. Wir umflochten die Dornenkrone mit Rosen hold. Rosigrote Wolkenwogen kommen gezogen in frohem, hoffendem Trost vom Himmelsbogen. In vollen Akkorden locken des Domes Glocken, denn hohe, frohe Ostern sind kommen! Das Volk loht in Wonne! Groß steigt vom Wolkenthron empor die lohende Sonne!
  27. Das Gesicht unseres Postboten Otto von Klotz war fast ebenso rot wie sein rostrotes Haar. „Das rote Gesicht, das kommt vom Frost“, sagte Olga, unsere Magd aus dem Norden Tirols. Wenn Otto von Klotz Post brachte, roch er schon von weitem, am Morgen schon wogte um ihn eine Wolke von Alkohol. Wir Kinder foppten ihn, wo wir nur konnten. Erbost verfolgte er uns oft; wir stoben jedoch stets davon. Olga wurde froh und bekam oft rote Ohren, wenn der große, rotschopfige Kopf des Postboten am oberen Gartentor aufglomm. Morgen für Morgen hockte sie im großen Korridor und schoß dann auf ihn los. Wir konnten nicht hören, ob er ihr dort große Dinge vorlog oder ob er bloß froh war, daß ihm noch jemand zuhörte, wenn er von seinen Sorgen, der großen Posttasche, dem Nordwind und dem Frost erzählte. Eines Morgens jedoch wartete Olga umsonst auf die Post. Man fand Otto von Klotz oben im Dorf erfroren. „Er roch noch“, sagte mein Onkel. „Das kommt vom großen Frost“, sagte Olga.
  28. Oben thront der Nonnen Kloster, ohne Trost und ohne Wonne, wohnen dorten fromme Nonnen, loben Gott voll toter Worte. Doch Gott grollet solchen Opfern.
  29. O Sonne, thronst so wolkenlos; schon flog der Vogel hoch empor. Wohl knospen Rosen schon wo Moos – so kommt der holde Sommerflor. O wonnevoll – ohn‘ Sorg‘, ohn‘ Not, ob Sonne lohnt – ob Donner droht, dort oben, wo Morgenrot Gott lobet fromm, schon vor dem Tod.
  30. Trostarm kommt am Sonntag Dora,
    klopft dann froh, da Wolfgang fort war.
    Doch was log – bald schroff, bald wortkarg –
    Flora sorgsam, doch gar boshaft? –
    „Wolfgang floh zwar, doch war totkrank!“


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