TRA011 Kurzes A

Beachte: Arbeit, Bräutigam, man, ab, an, herab, heran, was, Damwild, Arm, Walnuß, Walfischgasse, Walroß, schwarz, Garten, das, daß, Ballast, Palast, Grammatik, Scharlatan, Landeck, Euphrat, Goliath, Amsterdam, Rotterdam. 

  1. Die Sache am Markt unter Dach und Fach gebracht.
  2. Was man alles gemacht hat: Ab und an Schwarzarbeit.
  3. Die Rache des Abtes ist am Platz.
  4. Das ist ganz schwache Arbeit.
  5. Was fang ich mit Anna, Johanna und Hannes an?
  6. Die Mannschaft rastet im Wald.
  7. Ein Narr mit Karten und Tarnkappen.
  8. „Laß das“, das meinte der arme Hans aus Magdeburg.
  9. Der Ast reicht bis an das Dach herab.
  10. Lauter Schall ist Abfall und Krach.
  11. Ich fange an, Damwild im Wald vor Amsterdam abzuwarten.
  12. Die Walnuß kommt aus dem Walschland.
  13. Hans gefallen Lanner’s Walzer.
  14. Mit hartem Hammer Scharten machen.
  15. Was ist das? – Das ist Anstand.
  16. Was! Goliath, der Bräutigam, hat Band und Lampe?
  17. Mit Takt Farbe in die Andacht bringen.
  18. Ich falle vom Glauben ab.
  19. Ballaststoffe kann man essen, mit Palaststoffen baut man Paläste.
  20. Der Eidam machte sich mit Hellebarde und Harnisch auf den Marsch.
  21. Was hat der Marschall aus Rotterdam für eine verharschte Warze!
  22. Monat für Monat derselbe Klatsch, das ist Marter!
  23. Der Scharlatan hat einen Palast im Garten.
  24. Am Anfang des Monats hat man allenthalben ganz pralle Taschen.
  25. Noch eine Kanne Apfelsaft und Hans landet in der Anstalt.
  26. Also das hat dann Barbara ganz katzenhaft elegant gemacht.
  27. Ach, ganz am Anfang paßt manchem Bräutigam fast alles.
  28. Zwanzig Banner hangen von schlanken Bannerstangen herab.
  29. Nachtigallen und schwarze Amseln sangen den ganzen Monat.

Falls es Probleme gibt, nach einem kurzen a ein r zu sagen, hier ist eine Zwischenübung:

  • hart: hale-hale-hale-hale-hart
  • Scharten: schale-schale-schale-schale-Scharten
  • schwarz: schwale-schwale-schwale-schwale-schwarz
  • arm: ale-ale-ale-ale-arm
  • Arbeit: ale-ale-ale-ale-Arbeit

TRA010 Langes A

BEACHTE

Art, Arzt, Bart, Bratsche, Magd, Tag, nach, Spaß, Jagd,
Heirat, Heimat, habt, Wal, Labsal, Harz, Schicksal,
folgsam, Leichnam, Quarz, zart, monogam,
Äskulap, Satrap, Topas, Chrysopras, der Barsch. 

Sonntag, Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag, Samstag. Guten Tag!

  1. Donnerstag sah der Knabe den Schnabel des Habichts.
  2. Der Arzt mit der Qual der Wahl: Die Dame oder die Magd.
  3. Der Papst mit der Adlernase und dem Fahrrad.
  4. Ein Sonntagsmahl nach der Jagd bringt Spaß.
  5. Tag für Tag Grassamen mit dem Spaten zum Grabmal tragen.
  6. Freitag bis Sonntag sah die sparsame Magd ihren Adolf.
  7. Folgsam gab er den Glasstab dem Zahnarzt.
  8. Der Satrap brach mit der Gabel die glaszarte Bratsche.
  9. Wir haben aber abermals Spaß gehabt.
  10. Ihr wart aber damals im Heimattal.
  11. Montags schlagartig den Bart Abels schaben.
  12. Den Leichnam in die Heimat tragen.
  13. Harz auf der Wade.
  14. Von der zarten Magd dienstags tagsüber Labsal haben.
  15. Wenn es tagt, nagt die Made des Knaben Kragen.
  16. Der Arzt Äskulap trägt einen schwarzen Topas und einen zarten Chrysopras.
  17. Der Barsch aus Laa war ein Labsal – der Wal war tranig.
  18. Der monogame Tafelmaler malte die tragische Dame unsagbar zart.
  19. Tag für Tag und Haar um Haar kam der Bart des Knaben.
  20. Nach und nach beklagen sich sogar die sparsamen Kahnfahrer.
  21. Nach dem Wahltag brach im Staate Spanien eine Art Chaos aus.
  22. Die Heirat des Arztes mit der mageren Magd war nicht ratsam.
  23. Nach dem Kahlschlag habt ihr aber die Jagd nach Hasen gehabt.
  24. Abermals versagt da der Vergaser des Wagens auf der Fahrbahn.
  25. Heimat und Name des Zahnarztes waren gar mit Schmach beladen.

TRA009 Bisherige Vokale vermischt

Bisherige Vokale, vermischt 

  1. Die Oberschule brachte Kummer und Sorgen.
  2. Sonst fuhr Kurt ruhelos vor.
  3. Das Vortuch voll roter Glut.
  4. Am Oderufer sind Motten von großem Wuchs.
  5. Mit Most im Mund ruht Robert wohlgemut.
  6. Der Ur ist tot, das Huhn es tut.
  7. Im Dorf ruht unterhalb der Burg das Schloß.
  8. Oft und oft kommen Rotbuchen um.
  9. Durch Borgen in Not kommen.
  10. Rotglut unter den Schuhsohlen verleiht vogelhafte Flugstunden.
  11. Zum Schluß polterte der Rohrstuhl um.
  12. Ludwig lobhudelt über das vorteilhafte Urteil.
  13. Ohne Rock sucht die Zofe voll Lust die Wohnstube.
  14. Die an den Ohren rote Ruth sucht umsonst den Sonnenschutz.
  15. Im unerschlossenen Osten zog der Zug umher.
  16. Konrad trog uferloser Trug.
  17. Zur Morgenstund tut Kurt es vor.
  18. Mutlos und unentschlossen holst du die Uhr ans Ohr.
  19. Das Pult steht vorn am Bug.
  20. Vorteilhafter Wucherlohn.
  21. Umsonst um Sold in die Lohnbuchung kommen.
  22. Die offenkundig unordentliche Tochter fuhr fort nach Ulm.
  23. Die Volksgunst war schon gut genug.
  24. Die modische Großmutter.
  25. Trotz Polsterung vor Wut im Holz umkommen.
  26. So voll Sucht und ohne Uhr zur Moorkultur.
  27. Sie sucht Sumpfdotterblumen unter der Schlummerrolle.
  28. Wir haben die Vorzukunft schon in der Vorschule gelernt.
  29. Er durchsuchte voll Mut die Furt bei vollem Mondlicht.
  30. Oberstufenschulen sind oft Vorstufen zu unseren Vorzugsschulen.
  31. Mit einem Ruck zog der Urochse den Holzblock aus dem Boden.
  32. Die Buden des Sonderbundes waren aus Ton und Holz.
  33. Die Brut fraß im Unterholz die Sulz und das Brot.
  34. Voll Hohn log Otto den Mord an Ulrich.
  35. Du mußt die bunten Socken vom Ofen nehmen.
  36. Der Sog zog den Sud zum Schock Bruno’s in das Loch.
  37. Du sollst dir nicht umsonst den Buckel sonnen.
  38. Zur Not hat Morgenstund Gold im Mund.
  39. Vernutetes Holz suchen.
  40. Sonst bleibt Guntram nur der sonnendurchflutete Ort Dornbim.
  41. Ob der Schuster Sohlen sohlte oder sott, soll uns gleich sein.

42. Nun Roduro, mutvoll rufe – Du – so ruhm-, so schuldlos duldend:
„Muros! Unhold! Fluch folg‘ ruhlos!
Und trotz Lug groll mutlos nur noch
Wut dort, um Roduros Blutsold!“

TRA008 IG

Hinweis: -ig am Schluß eines Wortes wird bei Namen „ig“ ausgesprochen: 

Venedig, Leipzig, Danzig, Herwig, Hedwig, Ludwig;

außerdem auch dann, wenn das gesamte Wort auf -lich ( -ich, -eich ) endet:

Königlich, ewiglich, wonniglich; Königreich.

In allen anderen Fällen wird „ig“ am Schluß: „ICH“ ausgesprochen:

König, Käfig, artig, zwanzig, wenig, selig, richtig, ewig, rosig, ruhig, bärtig, eintönig, rüstig, wolkig, fleißig, windig, sonnig.

Königtum, Wenigkeit, Nachlässigkeit, Wichtigtuer, Seligkeit, Honigkuchen, Richtigkeit, Müdigkeit.

  1. Der Zeisig im windigen Käfig.
  2. Mit zwanzig war Mechthild artig.
  3. Ich rechne richtig.
  4. Menschliche Schlechtigkeit.
  5. Der König ist fleißig.
  6. Der Honig ist durchsichtig.
  7. Du belustigst eiligst bärtige Könige.
  8. Sie besichtigt freudigst Ludwig’s Zeisige.
  9. Des Pfennigs Glück.
  10. Herwig und Hedwig finden das Königtum eintönig.
  11. Zwanzig Pfennige reichen nicht, vierzig nicht, höchstens siebzig.
  12. Wer Schlechtigkeit verteidigt, möchte sich sicherlich auszeichnen.
  13. In Venedig fand es Ludwig sonnig aber windig.
  14. Warum verteidigst du die berichtigte, ruhige Predigt?
  15. Der König ermächtigt zwanzig männliche Richter.
  16. Der wichtige Bericht wird lausigst erledigt.
  17. Herr König ist König im eigenen Königreich.
  18. In Schleswig-Holstein zahlt man nur Pfennige für Honigkuchen.
  19. Nachlässig, aber ewiglich richtig fleißig.
  20. Rostig und nicht mehr rüstig ist unsere Hedwig.
  21. Seligkeit ist wichtig.
  22. Richtig wolkige Wochen sind eintönig.

Hinweis: Die Suffixe -igs, -igst und -igt können auf beide Arten ausgesprochen werden: Predigt, beleidigst, des Honigs, beendigt, belustigst, beerdigt.


TRA007 Wechselndes O

Beachte: Motor, Motor; Motorrad; Motoren; Phosphor, Tenor (=Haltung), Tenor (=Stimme). Monaco, Flondsdorf, Professor, Doktor, Rhetor

  1. Der Sohn bohrt ein Loch in die Bordwand.
  2. Otto kommt mit der Torte auf dem Motorrad durch das vordere Tor.
  3. Motten in roten, wollenen Modehosen bringen Spott und Hohn.
  4. Mit Wohlwollen den Wochenlohn oben im Büro holen kommen.
  5. Wir waren schon so oft zu Ostern in Ostpolen.
  6. Der Oberzolldirektor bringt einen Korb voll Kohl.
  7. Ob Olga Rosen im Schoß hat?
  8. Das Roß vorn zog nach vor.
  9. Ob das Volk Todesopfer fordert?
  10. Ottokar schoß den Vogel ab.
  11. Ohne Motorboot zur Oder.
  12. Obwohl oder obschon.
  13. Oben ohne in der Sonne.
  14. Mit großen Geschoßen lose geschossen.
  15. Der Professor, ein toller Rhetor, lebt im marmornen Untergeschoß.
  16. Vorwärts in das Herzogtum Vorarlberg oder nach Oberösterreich.
  17. Otto besorgt sich seine Forint nicht in Donaustadt, sondem in Floridsdorf.
  18. Hoch im Norden oben sollen noch sorglose Ostgoten wohnen.
  19. Schon erscholl die Totenglocke zum Trost vom gotischen Dom.
  20. Soll wohl Otto dort oben auf der Harmonika vorspielen?
  21. Der Postbote soll doch sofort im Dorf oben Post holen kommen.
  22. Das polnische Volk zog schon oft vor den Drohungen des Ostens davon.
  23. Hohlkopf Konrad floh mit dem Kohlkopf ins Nonnenkloster.
  24. Der Doktor lief von den spottenden hohnvollen Kobolden des Dorfes davon.
  25. Der Tenor war Tenor Olav war kein Motor wie ein Motor.
  26. Nun sollen die großen Glocken vom Dome frohlocken am gottbesonnten Strom, der dahinrollt im Morgengold. Wir umflochten die Dornenkrone mit Rosen hold. Rosigrote Wolkenwogen kommen gezogen in frohem, hoffendem Trost vom Himmelsbogen. In vollen Akkorden locken des Domes Glocken, denn hohe, frohe Ostern sind kommen! Das Volk loht in Wonne! Groß steigt vom Wolkenthron empor die lohende Sonne!
  27. Das Gesicht unseres Postboten Otto von Klotz war fast ebenso rot wie sein rostrotes Haar. „Das rote Gesicht, das kommt vom Frost“, sagte Olga, unsere Magd aus dem Norden Tirols. Wenn Otto von Klotz Post brachte, roch er schon von weitem, am Morgen schon wogte um ihn eine Wolke von Alkohol. Wir Kinder foppten ihn, wo wir nur konnten. Erbost verfolgte er uns oft; wir stoben jedoch stets davon. Olga wurde froh und bekam oft rote Ohren, wenn der große, rotschopfige Kopf des Postboten am oberen Gartentor aufglomm. Morgen für Morgen hockte sie im großen Korridor und schoß dann auf ihn los. Wir konnten nicht hören, ob er ihr dort große Dinge vorlog oder ob er bloß froh war, daß ihm noch jemand zuhörte, wenn er von seinen Sorgen, der großen Posttasche, dem Nordwind und dem Frost erzählte. Eines Morgens jedoch wartete Olga umsonst auf die Post. Man fand Otto von Klotz oben im Dorf erfroren. „Er roch noch“, sagte mein Onkel. „Das kommt vom großen Frost“, sagte Olga.
  28. Oben thront der Nonnen Kloster, ohne Trost und ohne Wonne, wohnen dorten fromme Nonnen, loben Gott voll toter Worte. Doch Gott grollet solchen Opfern.
  29. O Sonne, thronst so wolkenlos; schon flog der Vogel hoch empor. Wohl knospen Rosen schon wo Moos – so kommt der holde Sommerflor. O wonnevoll – ohn‘ Sorg‘, ohn‘ Not, ob Sonne lohnt – ob Donner droht, dort oben, wo Morgenrot Gott lobet fromm, schon vor dem Tod.
  30. Trostarm kommt am Sonntag Dora,
    klopft dann froh, da Wolfgang fort war.
    Doch was log – bald schroff, bald wortkarg –
    Flora sorgsam, doch gar boshaft? –
    „Wolfgang floh zwar, doch war totkrank!“


TRA006 Kurzes, offenes O

2. Kurz, offen

Beachte: Vorteil, Lorbeer, ob, Hochzeit, Amboß, Bischof, dort, Geschoß, davon, Dorf, Konvoi.

  1. Den Frosch erdolchen.
  2. Das Joch Gottes.
  3. Viel Sport ist Mord.
  4. Die Sorge um das Korn im Ort.
  5. Das Volk hofft auf den Morgen.
  6. Voll Zorn mit dem Stock ein Loch reißen.
  7. Konrad kostet die Rolle aus.
  8. Woche um Woche im Kosmos.
  9. Von Most besoffen.
  10. Im Untergeschoß den Bischof toll und voll angetroffen.
  11. Vorteile im Norden.
  12. Goldene Sonne bei der Hochzeit im Sommer.
  13. Offen und geschlossen.
  14. Das Volk dort hofft auf Lorbeer und Gold.
  15. Das Dorf dort wurde von dem Geschoß getroffen.
  16. Oskar soll tropfende, blonde Locken trocknen.
  17. Die Tochter ist noch und noch voll von Sommersprossen.
  18. Der Dolch hat das trockene Holz getroffen.
  19. Die wollenen Socken von Otto haben offenkundig ein Loch.
  20. Ob der Amboß von dem Geschoß getroffen wurde?
  21. Ob Lotte, die flotte, in Stockholm doch noch fromm wird?
  22. Der Otter kroch und rollte im ausgetrockneten Sommer fort.
  23. Lorbeer und Gold machten die Hochzeit jedoch wonnevoll.
  24. Die Post ist noch eine volle Woche geschlossen.
  25. Der Konvoi des Bischofs kommt nach Oldenburg.
  26. Oskar konnte die Hocke am Bock offenbar doch.
  27. Das Volk kommt zu dem kostspieligen Schloß im Osten.
  28. Der Schlosser war toll und voll von Most.
  29. Die Tochter hat ein gottvolles Loch im Kopf.
  30. Das unterjochte Volk fordert voll Zorn Mord.

TRA005 Langes, geschlossenes O

Beachte: Obacht, beobachten, Obst, oder, Orient, Monat, Mond, Montag, so, schon, Koks, grob, Chor, Rohr, vorwärts, Tor, Vorarlberg, Herzog

  1. Der große Ofen am Pol.
  2. Die Zofe hatte rosa Dosen.
  3. Ohne große Not den Boden loben.
  4. Hoch oben im Hochmoor.
  5. Der Ton des Chors war so oder so.
  6. Großer roter Mohn.
  7. Bodenloser Hohn des Vogtes.
  8. Im Hof mit Lore den Mond beobachten.
  9. Lob der Not im Kot.
  10. Hoher Monatslohn der Zofe.
  11. Der Floh des Vorboten.
  12. Ohne großen Ton die Sohle hobeln.
  13. Obacht auf das hoch vertonte Solo.
  14. Frohe Ostern im Orient.
  15. Das Los des Brotlosen ohne Hosen.
  16. Im Mondmonat montags im Rohr kosen.
  17. Der grobe Herzog.
  18. Die Obersten sind zuoberst oben.
  19. Der Floh floh in den Ofen.
  20. Brot und Obst gestohlen.
  21. Mit rosa Hosen entflohen.
  22. Hohenems ist in Vorarlberg.
  23. Vorwärts in den Orient oder an die Oder.
  24. Das Tor des Todes.
  25. Hoch oben thront das Kloster.
  26. Hoch oben, zuoberst im gotischen Dom, wohnen die Dohlen.
  27. O, große rote Rosen lohen am oberen Torbogen.
  28. Schon vor Ostern entfloh der Vogel durchs Ofenrohr.
  29. Das Los des Boten aus Polen wird so bodenlos trostlos.
  30. Die Mohren wohnen monatelang auf dem bloßen Boden.
  31. Der Sohn des Obersten holte sich schon am Montag den Tod.
  32. Der Probst des Klosters entzog der boshaften Zofe den Trost.
  33. Obst, Knoblauch und Rotkohl lagen im Hof der Obrigkeit oben.

Beachte: Kurz, geschlossen sind u. a. die Wörter: Forint, Fotografie, Kino, sodann

TRA012 Wechselndes A

Beachte: Attentat – Attentäter; Satrap. 

  1. Wir fanden das Aas.
  2. Aus Haß auf die Wade klatschen.
  3. Der Knabe sah die nackte Magd im Wasserbad.
  4. Im warmen Wartesaal.
  5. Ratten und Maden nagen an langen Latten.
  6. Das langatmige Drama erraten.
  7. Afrikanisches Afrika.
  8. Papa hat einen schwarzen Bart gehabt.
  9. In die Badeanstalt lange Matten tragen.
  10. Der Nachbar fahndet am Samstag.
  11. Tagsüber war es warm und das Wasser war schal.
  12. Die Dramatik war abartig.
  13. Eine Anzahl Damhirsche verladen.
  14. Nach dem Anfang war Anni spaßhaft.
  15. Achtundzwanzig Fahrkarten.
  16. Den Namen des Knappen erraten.
  17. In Laos Krawatten tragen.
  18. Eine Hand wie Watte.
  19. Es tagt nach der Nacht.
  20. Schalltragende Akustik.
  21. Die naschhafte Anna aß alle Datteln.
  22. Es ist wahr, Hans ist stark.
  23. Nach den Angriffen war der Mann lahm.
  24. Am Damm Stare jagen.
  25. Zaghafte Damen im Stadtsaal.
  26. Die Arme der Base sind lang.
  27. Das lahme Lamm zagt unter Pappeln.
  28. Die straffen Haare dieser Rasse.
  29. Zur Strafe auf Franziska warten.
  30. Die Unart des Arztes war eine Qual.
  31. Hast du vom Euphrat zarte Topase in die Heimat mitgebracht?
  32. Der Attentäter wurde nach dem Anschlag auf Anna gefaßt.
  33. Andreas hat mit Anastasia und Alexandra Spaß im Kahn.
  34. Die Verwandten schlafen unter Pappeln in der Altstadt.
  35. Der Knabe aus dem Nachbarland sang Balladen aus seiner Heimat.
  36. Am Abend sprach Matthias interessante Zitate von Hans Sachs.
  37. Die Heirat Edwards und Franziskas war waghalsig.
  38. Die Salatgabel in der Hand, fiel der Angeklagte die Mannschaft an.
  39. Nach dem Attentat in der Walfischgasse lag ein Leichnam auf der Terasse.
  40. Aber ab diesem Monat fangen wir allesamt dann zu sparen an.
  41. Sage alles, was du der Masse zu sagen hast, in banaler Sprache.
  42. Am Anfang war Adam allein, dann kam die Qual mit der Dame.
  43. In dem Amsterdamer Palast, am Dienstag, wurde ein ehemaliger Satrap verletzt.

Traget Waffen, Alemannen, schlagt den Harst der schwachen Franken.
Hart am Hag, da schlanke Tannen, nah am Waldabhange schwanken.
Kraftarm kamen sie gegangen, wagten zag und matt die Schlacht.
Manchem stand im Antlitz Bangen, Angst, daß er zu Fall gebracht.
Schlag auf Schlag und Mann an Mann brach der harte Kampf dann an.

Waffenklang erschallt im Tal, Franken starben ohne Zahl.
Als dann kam die schwarze Nacht, waren alle umgebracht.

Am Walde, nahe am Abhang, da ackert am Abend der Ahn.
Ein Adler nahet dem Alten auf erhab’ner, begnadeter Bahn.
Der Rappe, der starke, er rackert sich wacker am Acker ab,
die machtvoll ragenden Alpen, sie strahlen gralfarben herab.
Nach des Tages hartem Schaffen, all der Arbeitsplage und Qual,
steigt flackernd herab die Dämmerung, beschattend den Grat und das Tal.

Barbara saß nah am Abhang, sprach gar sangbar, zaghaft langsam; mannhaft kam alsdann am Waldrand Abraham a Sancta Clara.

Mit achtundzwanzig Jahren kam Adam Kraft als Pfarrer in unser Tal. Bald kannte man den schlanken Landpfarrer in der Nachbarschaft, bald im ganzen Tal. Sonntag für Sonntag schallte sein gewaltiger Baß von der Kanzel. Was Pfarrer Adam Kraft sagte, das war klar und sachlich. Als aber dann nach Monaten nur alte Damen zur Andacht kamen, begann Pfarrer Kraft scharf nachzudenken. Bald erkannte er, daß er der Talschaft nicht hart genug die Wahrheit gesagt hatte. Von da an hatte niemand mehr etwas zu lachen, nicht einmal die braven, alten, verschlafenen Damen. Wahrheit um Wahrheit prasselte auf die Andachtschaft herab. So kam es, daß nach wenigen Sonntagen auch die alten Damen nicht mehr da waren. Fortan hallte der tragende Baß des tapferen Landpfarrers in einen leeren Saal.

Tante Anna und Tante Amalia waren zwei Damen von achtundachtzig Jahren. Aber weder Tante Amalia noch Tante Anna waren jemals krank. Wenn man nach der Ursache fragte, lachte Tante Amalia scnallend. Tante Anna aber – das war die Tante mit dem schwarzen Backenbart und der sagenhaften Brachialgewalt – packte einen am Arm, daß es krachte und sagte, daß die Bananen solche Kraft brachten. Im Laufe der Jahre aßen sie ganze Bananenpflanzungen kahl. Was aber manchen ihrer Verwandten und manchem, der die Tanten etwa als Nachbar kannte, manchmal rasend machte, das war, daß die Tanten, wo sie gerade standen, Bananen aßen und die Bananenschalen kurzerhand auf die Straße warfen. Was das Ganze aber von Jahr zu Jahr eigenartiger machte, war der Umstand, daß sich die Tanten, die Amalia die Anna und die Anna die Amalia, in den Anlagen des Stadtparks, ja sogar manchmal in der Straßenbahn, affenartig in den Haaren zu kratzen begannen.

TRA004 H

Beachte: H ist nur am Anfang eines Wortes auszusprechen; auch am Anfang des zweiten Teils eines zusammengesetzten Wortes. Weiters wenn „h“ der erste Laut des Wortstammes ist, sowie vor vollstimmigen Vokalen.

  • Hand, Herr, hier, Hut, Haut, herkommen, hinten, Hof.
  • Roheit, Brunhilde, Strohhut, Handhabe.
  • Behelligt, verhelfen, unhaltbar, abheilen, erheben, gehört.
  • Aha, oho, Uhu, Ahasver, Alkohol, wiehern, rehabilitieren.
  1. Brunhilde im ungeheuer hellen Hochhaus.
  2. Den Uhu im Strohhut haben.
  3. Unbehelligt an der Hand herkommen.
  4. Schwachheit gehört zu Alkohol.
  5. Hans gehört rehabilitiert.
  6. Die Hand unhaltbar nach hinten heben.
  7. Die Roheit des Hundes hinten im Hof halten wir für unhaltbar.
  8. Vor der Hübschen hat der hellhörige Hans den heiligsten Horror.
  9. Hirt und Hund verhüten das über die Herde hereinbrechende Unheil.

Beachte: In allen anderen Fällen wird „h“ nicht ausgesprochen!
Der Vokal davor wird stärker gedehnt.

  • Rahe, gehen, stehen, Schuhe, Flöhe, Reihe, Ehe, liehen, glühen, ruhig, weihen, wehe, ehe, Lehen, nahe, nähern.
  1. In der Höhe gehe es hoch her.
  2. Im Gehen nähern wir uns ruhig Hungaria.
  3. Viehhändler gehen in Strohhüten und ziehen sie mit harter Hand.
  4. Höhere Hoheiten sind häufig Hohlheiten.
  5. Erziehern bei Hofe werden Lehen verliehen.
  6. Der Hammel wird sich glühend der holden Helga weihen.
  7. Wir leihen Hugo die Handhabe der Rahe.
  8. Nahe der ersten Reihe stehen die Schuhe.
  9. Ehe sie sich’s versahen, waren sie verehelicht.
  10. Mit Mühe die Schuhe von Flöhen ausglühen.
  11. Was früher herzlich geglühet, ist in der Ehe verblühet.

Nicht vergessen, täglich 10 Minuten üben.

TRA003 Wechselndes U

Akzentfrei Deutsch. So klingst du wie ein Österreicher – und besser. Am besten ist, du sprichst einfach nach. Hier ist die dritte Episode – zum wechselnden U. Wir konzentrieren uns auf einen Buchstaben und übertreiben stark. Bei der Anwendung reduzieren wir dann wieder. Du solltest täglich 10 Minuten üben. Nach 6 Wochen dann hörst du die Resultate.

Hinweis: Du solltest für diese Episode die Episode 1 und 2 gut geübt haben, damit du das lange geschlossene U und das kurze offene U unterscheiden und richtig einsetzen kannst.

  1. Das Huhn rufen und zupfen.
  2. Spuk in der Burg.
  3. In die Blutwurst spucken.
  4. Die Wurzel der Buche.
  5. Die Vermutung war Lug und Trug.
  6. Kurz und gut.
  7. Du mußt die Fundgrube suchen.
  8. Zucht schuf Unruhe.
  9. Kurt grub unruhig.
  10. Der Ur nagt am Hungertuch.
  11. Die Luftzufuhr in der Musterschule.
  12. Der Fluch schlug den Wucherer in die Flucht.
  13. Du mußt buchen.
  14. Mit Buch und Musik durchhungern.
  15. Stufe um Stufe zur Unzucht.
  16. Susi duscht nur unter der Brunnenstube.
  17. Im Juli Wurzeln zupfen.
  18. Das Mus im gebuchten Zug schien Urban Lug und Trug.
  19. In Zukunft muß Ulrich den Unterschwung ruhiger turnen.
  20. Der kugelrunde Schuhputzer putzt die Turnschuhe gut genug.
  21. Der kluge Bursche schlug unter den Gurt und schlug den Russen.
  22. Ursprung des Muskelschwundes war der Irrtum des Kurpfuschers.
  23. Ludwig mußte bei der Untersuchung zum Husten Zuflucht suchen.
  24. Die Bruchbude des Musikus wurde nach Schmuggelgut durchsucht.
  25. Die Ursache der Wut des Publikums war der Unfug blutjunger Buben.
  26. Um den Turm wuchtet ein Sturm. Ein Husten und Prusten flucht durch die Luft. Ein Uhu in dunkler Mulde ruft. In Schlucht und Grube gluckst eine Wasserbucht, und sprudelt mit Wucht gegen die schlummernde Schlucht.
  27. Mancher Herzensgrund ist eine dunkle Bucht; drunten mit stummem Mund die Toten ruhn; geduldig dulden sie, nur welker Blumenduft, er ruft die Schlummernden aus ihren Truhn.
  28. Und durch zukunftsdunklen Mund wurde Brutus Schuld nun kund; Gut und Blut trugst du zum Bunde – dulden mußt du nun zur Stund; und der Fluch schuf Blut und Wunde.
  29. Ulrich Huber, von Geburt ein Lunzer, war der beste Turner unserer Schule. Er hatte die Statur eines urgesunden Bullen und wurde von uns seiner kugelrunden Muskeln wegen bewundert. Ulrich war allerdings nur in der Turnstunde gut, nur dort war er munter und guten Mutes. In den anderen Schulstunden duckte er sich stumpf und stur, mitunter auch unmutig in die Schulbank und, so gut ich ihn mochte, muß ich unumwunden zugeben, daß wir Ulrich für einen urdummen Burschen hielten und den guten Jungen verulkten. Er brachte es nur bis zu den unteren Schulstufen und wurde lange vor uns, als wir noch blutjunge Buben waren, aus der Schule entlassen. Nun, nach rund dreißig Jahren, traf ich Ulrich vor dem Schulhaus wieder. Er trug einen Anzug aus dunklem Tuch, wuchtige Schuhe und einen runden Hut. Er lugte ruhig unter buschigen Brauen und munkelte unter seinem Schnurrbart hervor: „Nun ist es gut. Nun habe ich einen gefunden aus unserer Schule, dem ich sagen kann, daß aus dem Ulrich Huber etwas wurde. Nach der Schule ging ich zu Fuß zur Urgroßmutter ins Lunzerland, wurde Hüterbub, trug junge Schafe, die nicht gut zu Fuß waren, auf den Schultern herum, buckelte Kuhmilch und fuhr Rundholz zu Tal. Nach dem Tode unserer Urgroßmutter wurde das Bauerngut urkundlich mir zugesprochen. Nun war ich ein paar Stunden hier unten, und nun habe ich genug. Ihr alle da unten, ihr seid mir zu dumm. “ Und er schlug mir auf die Schulter und rumpelte die Schulhaustreppe hinunter.
  30. Unter dunklen Uferulmen wurdest du durch Blut und Wunden ungefurcht und unbesudelt- ruhmlos ruhend nun gefunden. Unten fuhr durch blum’ge Fluren, lustvoll, munter, mutdurchdrungen unsrer Jugend Blum und Muster, zukunftstrunken, ruhmumschlungen! Mußtest du nun ruhn, um stumpf unsres Unmuts Sturm zu rufen? Du, des Ungunst Mut uns schuf, und uns trug zu Ruhmes Stufen!